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05.11.

ZEIT. GESPRÄCH.
Mit Tom Lechner, Architekt

05.11. ZEIT. GESPRÄCH.
Mit Tom Lechner, Architekt

„Stadt – Land – Flucht: Einfach leben“

Das Thema „Die Zukunft der Stadt“ ist in den zurückliegenden zehn Jahren zu einem globalen Megathema geworden, weil mittlerweile mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten lebt. In der Charta der Architekturbiennale Venedig 2008 wurde für die europäische Stadt der Zukunft gefordert, eine kompakte Siedlungsstruktur sicherzustellen, weil eine Zersiedelung der Landschaft drohe. Das Flächenangebot müsse gesteuert und Spekulationen eingedämmt werden. „Als besonders nachhaltig hat sich dabei das Konzept der Mischung von Wohnen, Arbeiten, Bildung, Versorgung und Freizeitgestaltung erwiesen.”

Was für die Stadt richtig ist, trifft auch auf die Siedlungsgebiete auf dem Land zu: es gilt den Bodenverbrauch zu reduzieren, ressourcenschonend zu bauen – Stichwort Baustoff Holz – und Kleinstädte und Dörfer zu planen, die nicht nur ökologisch, sondern auch sozial nachhaltig konzipiert sind.

„Beim Thema Bauen entfernen wir uns alle sukzessive von den essentiellen Fragen einer sozialen Verantwortung, kulturellen Verträglichkeit, von Regionalität und Identität. Stattdessen widmen wir uns Gewinnmaximierungen, Normierungen und baukünstlerischem Mainstream“, sagt Architekt Tom Lechner. Er befasst sich schon seit längerem mit der Frage, welches Maßnahmenbündel notwendig ist, um Bauen, Wohnen und Leben im ländlichen Raum gesellschaftlich gerecht und ökologisch vernünftig umzusetzen. Im ZEIT. GESPRÄCH mit Michael Kerbler geht es um jene Lösungen, die die Architektur anbieten kann, um eine für alle Generationen lebenswerte Dorfstruktur zu verwirklichen, damit die Abwanderung in die Städte ein Ende hat.

Am 5. November 2017 um 19:00 Uhr im SCHLOSS GOLDEGG.

Details finden Sie hier: ZEIT. GESPRÄCH.